DIE PURPURNEN FLÜSSE/LES RIVIÈRES POURPRES

Jean Reno und Vincent Cassel ermitteln als höchst unterschiedliche Cops in den winterlichen Alpen

Pierre Niémans (Jean Reno), eine Legende der französischen Polizei, wird nach Guernon beordert, einem abgelegenen Nest in den französischen Alpen, wo der Bibliothekar der dort angesiedelten Eliteuniversität, René Caillois, ermordet wurde.

Im weit entfernten Sarzac wird der Inspektor Max Kerkerian (Vincent Cassel) damit beauftragt, eine Grabschändung zu untersuchen. Die letzte Ruhestätte der 10jährigen Judith Hérault wurde mit Hakenkreuzen beschmiert. 1982 war das Mädchen von einem LKW überfahren und bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt worden.

Kerkerian findet schnell heraus, daß offenbar in der ehemaligen Schule der Kleinen sämtliche Unterlagen verschwunden sind, die von Judiths Existenz zeugten. Will jemand die Identität des Mädchens auslöschen?

Niémans ermittelt derweil im universitären Umfeld. Er lernt die junge Fanny Ferreira (Nadia Farès) kennen, die die Leiche von Caillois entdeckt hatte, die hoch in einer Bergwand hing. Ferreira ist Glaziologin, kennt sich also genauestens mit der Beschaffenheit von Eis, Schnee und Gletschern aus. Zudem ist sie passionierte Bergsteigerin.

Aufgrund gewisser Hinweise steigen die beiden auch in eine Gletscherspalte hinab, wo Niémans eine weitere Leiche entdeckt. Es ist Philippe Sertys, ein Mitarbeiter der Entbindungsstation der Universitätsklinik. Niémans ahnt, daß sein Fall, bzw. seine Fälle, unmittelbar mit der Universität zu tun haben. Deren Vertreter – ob Dekane, Ärzte oder Professoren, aber auch die Studenten – begegnen ihm zwar mit äußerster Höflichkeit, lassen aber wenig Zweifel daran aufkommen, daß sie den Polizisten weder für sonderlich gebildet, noch intelligent halten und somit nicht in der Lage, zu begreifen, wie wesentlich die Universität für das Land und seine Führungselite sei.

Kerkerian hat derweil herausgefunden, daß in der Nacht der Grabschändung ein weißer Lada in der Nähe des Friedhofs gesehen wurde. Desweiteren ist es ihm gelungen, die Mutter des toten Mädchens aufzutreiben. Sie lebt seit Jahren in einem Kloster, weil sie glaubt, Buße tun zu müssen. Von ihr erfährt er, daß sie einst im Krankenhaus von Guernon entbunden hatte. Nachforschungen ergeben, daß in der Universitätsstadt nur ein einziger weißer Lada gemeldet ist – er gehört Philippe Sertys.

Niémans will die Wohnung des Ermordeten untersuchen und trifft dort auf Kerkerian, der ebenfalls nach Guernon gereist ist, um seiner Spur zu folgen. Nach anfänglichen Zwistigkeiten raufen die beiden sich zusammen. Der Einzelgänger Niémans muß sich damit arrangieren, nun mit Kerkerian zusammen zu arbeiten. Letzterer wiederum ist nahezu ergriffen, mit einer Legende wie Niémans zusammenarbeiten zu dürfen, dessen Vorlesungen er schon an der Polizeiakademie gelauscht hatte. Allerdings hatte der jüngere nicht erwartet, daß Niémans ein derart abweisender und kühler Charakter ist.

Die Obduktion von Sertys´ Leiche ergibt, daß ihr Glasaugen eingesetzt wurden. Das führt die beiden Ermittler zu dem Augenarzt Dr. Bernard Chemezé (Jean-Pierre Cassel), den Niiémans schon zu Beginn seiner Untersuchungen einmal aufgesucht hatte und von dem er erfahren hat, daß die Universität darum bemüht sei, Ehen ausschließlich unter den Angehörigen der Universität und unter den Abgängern zu stiften, um eine Geisteselite zu züchten. Nur gelegentlich solle „Blut von außen“ zugeführt werden, damit die Zöglinge auch körperlich stark blieben. Deshalb bediene man sich gern bei der Bergbevölkerung der Umgebung.

Als Niémans und Kerkerian nun bei Dr. Chemezé auftauchen, finden sie auch diesen tot. Er wurde gleichsam gekreuzigt, die Augen wurden ihm herausgerissen. Mit seinem Blut wurde der Satz „Ich kehre zu der Quelle der purpurnen Flüsse zurück“ geschrieben. Während die Ermittler die weitläufige Wohnung untersuchen, entwischt ihnen eine Gestalt, die sich dort aufhielt. Bei der Verfolgung entgleitet Niémans seine Waffe, die die Gestalt aufhebt. Sie zielt auf den Polizisten, entlädt das gesamte Magazin, doch scheint sie ihn nicht treffen zu wollen, sie schießt in die Wand um ihn herum. Offenbar eine Warnung – oder ein Zeichen.

Glücklicherweise kann am Tatort ein Fingerabdruck gesichert werden. Vor allem Kerkerian ist überrascht, als sich herausstellt, daß es sich dabei um einen nahezu identischen Abdruck des Fingers der jungen Judith Hérault handelt, die seinerzeit nur noch anhand eines Fingerabdrucks identifiziert werden konnte.

Niémans, der die Universität schon länger in den Fokus seiner Untersuchungen stellt – die Verbindungen der Toten zu dem Eliteinstitut sind doch zu augenfällig – lässt die Doktorarbeit von Rémy Caillois nach Hinweisen durchforsten. So erklärt sich bald die Beschreibung der „purpurnen Flüsse“. Es ist das Blut, das durch die Adern perfekter Menschen strömt. Ein Motiv der Antike, in der die Menschen Körper und Geist nahezu perfekt zu verbinden verstanden hätten. Bei der weiteren Lektüre wird klar, daß Caillois offenbar von faschistischem Gedankengut durchdrungen war, wollte er doch eine Zucht eben solcher perfekten Menschen, indem die Kinder der Intellektuellen mit den kräftigen Körpern der Bergbewohner gekreuzt werden. Er selbst, als Leiter der Bibliothek, sorgte mit Sitzanordnungen, die er bestimmen konnte, dafür, daß sich die Kinder der Professoren und Dozenten den mit Stipendien ausgestatteten Sprösslingen der Bergbewohner nähern konnten.

Niémans und Kerkerian, der in seiner Heimatstadt bei den Ermittlungen auch die Bekanntschaft zweier Neo-Nazis machen durfte, bzw. diese die Bekanntschaft mit ihm, erkennen in dem Denken von Caillois, der sich ästhetisch auf die Olympischen Spiele 1936 in Berlin und den daraus entstandenen OLYMPIA-Film von Leni Riefenstahl und deren Körperkult bezieht, deutlich eugenisches und auch nationalsozialistisches Gedankengut.

Den Ermittlern erschließt sich die Problematik: Da die Universitätsangehörigen Jahrzehnte lang nur untereinander geheiratet und Kinder gezeugt hatten, was inzestuöse Tendenzen hatte, begann man, eigene Kinder auf den Entbindungsstationen gegen solche der Bergbevölkerung auszutauschen. Caillois Sitzanordnungen taten dann ihr Übriges, um die gewünschten Kreuzungen herbei zu führen. Auch Fanny Ferreira, die Niémans einige wesentliche Hinweise gibt, sollte auf diese Art und Weise mit dem Sohn des Direktors der Universität liiert werden, widersetzte sich aber.

Nach und nach lichtet sich das Geheimnis: Offenbar hatte Fanny eine Zwillingsschwester, Judith. Die beiden wurden in der Entbindungsstation getrennt. Fanny sollte im Umfeld der Universität aufwachsen, Judith sollte versteckt werden. Ihre Mutter, die ihr verbliebenes Kind schützen wollte, täuschte deren Tod vor, indem sie ihrer kleinen Tochter einen Finger abschnitt und bei dem Unfall mit der nicht mehr identifizierbaren Leiche eines anderen Kindes dessen Überresten beimischte, so daß der Eindruck entstand, Judith Hérault sei die Tote.

Nun scheint Judith Rache an den Angehörigen der Universität zu nehmen, die sie als Täter ausgemacht hat: Caillois war derjenige, der die Paarungen anbahnte, Sertys war verantwortlich dafür, die Kinder auszutauschen. Sein Besuch auf dem Friedhof und die Grabschändung waren ein Täuschungsmanöver, da er verhindern musste, daß man das Grab öffnete und dort entweder keine oder die falsche Leiche fände.

Niémans und Kerkerian wollen den Wahnsinn stoppen, vor allem, da sie ahnen, daß Fanny ihrer Schwester, die irgendwann in den vergangenen Jahren Kontakt mit ihr aufgenommen haben muß, hörig und dadurch zu allem bereit ist. Zugleich ist Niémans aber der Meinung, daß Fanny ihm viel zu viele eindeutige Hinweise geliefert habe, ihn im Falle von Sertys sogar bewußt zur Leiche geführt hat. Offenbar will die junge Frau, daß das Morden aufhört.

Auf einer Bergstation oberhalb Guernons können die Ermittler Fanny schließlich stellen. Sie ist dabei, Granaten scharf zu machen, mit denen eine Lawine ausgelöst werden soll, die dann die gesamte Universität unter sich begraben würde. Es kommt zu einer Auseinandersetzung, bei der auch die vermisste Judith auftaucht. Als Judith Niémans töten will, erschießt Fanny ihre offensichtlich dem Wahnsinn verfallene Schwester. Kerkerian, verunsichert durch die Ähnlichkeiten der beiden, schießt auf Fanny. Durch die Schüsse wird die Lawine ausgelöst. Die verschütteten Niémans, Kerkerian und Fanny können aber rechtzeitig befreit und gerettet werden.

1998 erschien Jean-Christophe Grangés düsterer Thriller DIE PURPURNEN FLÜSSE (LES RIVIÈRES POURPRES), bereits zwei Jahre später erschien der gleichnamige Film von Matthieu Kassovitz. Grangé schrieb das Drehbuch gemeinsam mit dem Regisseur und konnte so EInfluß auf die Änderungen nehmen. Kassovitz wollte die Story geheimnisvoller, hintergründiger, wollte einzelne Enden offenlassen. So wurde LES RIVIÈRES POURPRES (2000) ein an den Roman angelehnter Film, der sich aber das Recht nimmt, eigene Wege zu gehen und eigene Schlüsse zu ziehen – oder eben nicht.

Neben Jean Reno spielt Vincent Cassel die zweite Hauptrolle. Der eine – Renos Pierre Niémans – ist eine Polizeilegende, ein Einzelgänger, der für seinen Kollegen nicht viel übrighat. Der andere – Cassels Max Kerkerian – soll wohl einen Migrationshintergrund haben, zumindest kennt er bei Nazis keinen Spaß. In einer allerdings sehr gut choreografierten Szene verprügelt er gleich zwei Rechtsextreme. Kerkerian ermittelt im Fall einer Grabschändung, Niémans ermittelt in einem Mord an dem Bibliothekar einer Eliteuniversität in Guernon, gelegen in den französischen Alpen. Seine Ermittlungen führen schließlich auch Kerkerian hierhin und die beiden einander fremden Polizisten müssen sich zusammenraufen.

LES RIVIÈRES POURPRES ist also auch und vor allem ein Buddy-Movie. Wie in zahllosen amerikanischen Filmen wird die Geschichte dadurch bestimmt, daß zwei Kerle zusammenarbeiten müssen, die entweder nichts miteinander anfangen oder sich gleich gar nicht leiden können. Niémans gilt in der französischen Polizei als Legende, Kerkerian kennt ihn von Vorlesungen an der Polizeiakademie. Der Film etabliert also schnell ein hierarchisches Verhältnis, das vor allem von Niémans ausgeht, der sich seiner Rolle voll bewußt ist und daraus gewisse Privilegien ableitet. Unter anderem die Möglichkeit, allein arbeiten zu dürfen oder Informationen zurückzuhalten. Kassovitz inszeniert das Verhältnis der beiden recht erfrischend, zumal Kerkerian sich nach anfänglicher Bewunderung emanzipiert und auf seine eigenen Fähigkeiten vertraut. So bezieht der Film einen Teil seiner Spannung genau aus dieser Konstellation.

Leider kann der Fall, so, wie ihn der Film darstellt, nicht wirklich Spannung erzeugen. Die Idee, den Zuschauer über Vieles, was hinter den Kulissen der Universität vor sich geht, im Unklaren zu lassen, ist an sich eine gute, doch wird sie hier so gehandhabt, daß man nach einer gewissen Zeit des Rätselns das Interesse verliert. Man begreift irgendwann, daß hier wohl ein großes eugenisches Experiment läuft, bei dem eine Art Geisteselite gezüchtet wird, die aus den elitären und geschlossenen Zirkeln der Universität heraus die Macht im Land übernimmt und die Geschicke der Gesellschaft bestimmt. Gelegentlich wird, um den ganzen Genies auch starke körperliche Attribute zukommen zu lassen, „frisches Blut“ zugeführt. Meist greift man dabei auf Kinder und Frauen der Umgebung, also der Bergbevölkerung, zurück. Das ist natürlich für sich genommen ungeheuerlich, wird im Film aber fast nebenbei abgehandelt. Reno spielt Niémans, wie so oft in seinen Rollen, als eher Unbeteiligten, an dem all das, was er sieht und erlebt, eher abprallt. Er ist kein Zyniker, aber offenbar vom Leben gebeutelt genug, um sich abgehärtet zu haben. Für die moralische Empörung ist also eher Kerkerian zuständig, der aber, wie wir ja aus der Prügelszene wissen, ist seinerseits im Alltag mit dem Bodensatz der Nazi-Szene vertraut und dementsprechend ebenfalls abgehärtet.

Mehr als dieser Umgang mit dem, was da so an der Universität getrieben wird, fällt aber der Auftritt einer Dame ins Gewicht, was die mangelnde Spannung betrifft. Denn die junge Fanny Ferreira, die zunächst Niémans näher kennenlernt, ist uns allzu schnell verdächtig, zumindest mehr zu wissen, als sie den Polizisten gegenüber eingesteht. Da außer diesen drei Figuren niemand dem Zuschauer wirklich nähergebracht wird und die allermeisten Personen der Handlung eher Klischees entsprechen – der arrogante Professor/Dekan; der melancholische, vom Leben enttäuschte Arzt, die abgehobenen Studenten usw. – , erkennen wir schnell, daß sich die Lösung des Mordes – und indirekt damit auch die Grabschändung, die Kerkerian beschäftigt – wohl innerhalb dieses Trios finden wird. Und richtig: Im Verlauf des Films tauchen weitere Leichen auf, die, je mehr die Polizisten über sie erfahren, in immer engerem Zusammenhang mit Ferreira stehen.

So bleibt schließlich nur ein Clou, ein letzter Dreh, der erklären kann, womit wir es eigentlich zu tun haben. Und da entpuppt sich die ganze verzwickte Angelegenheit als Rache. Was, vor allem in Anbetracht dessen, was wir eben so nebenbei über die Zuchtprogramme an der Universität erfahren, sich doch recht banal ausnimmt. Viel zu früh konzentrieren wir uns auf diese Engführung und die meisten Annahmen, die man so anstellt, während der Film sich entwickelt, stellen sich auch als richtig heraus. Den Zuschauer beschäftigt also nicht so sehr die Frage, wer die Taten nun begangen hat, sondern viel zu früh schon denkt er darüber nach, wie Buch und Regie die Lösung wohl präsentieren und wie die beiden so unterschiedlichen Polizisten dahinterkommen und den Fall dann aufdecken. Allerdings bleiben doch einige Frage offen, die dann für die Lösung nicht ganz unwichtig wären. Man darf getrost von Logiklöchern sprechen. Und Verwirrung, denn der Zuschauer fragt sich gelegentlich, wie die beiden Polizisten gedanklich denn nun von A nach B gekommen sind. Und leider wird der psychologische Aspekt hinter dem alles erklärenden Clou vernachlässigt. Der nämlich wäre es wert gewesen, genauer untersucht zu werden. Fragen nach Wahnsinn, Anhängigkeit, Schuld und Erlösung tun sich da auf, werden aber nicht weiter verfolgt.

Dennoch kann LES RIVIÈRES POURPRES über weite Strecken unterhalten. Das liegt zum einen an dem Zusammenspiel von Reno und Cassovitz, die das Aufeinandertreffen und dann die Zusammenarbeit der beiden Polizisten immer spannend gestalten, dabei aber – einem Buddy-Movie entsprechend – auch nicht vergessen, sich hinreichend witzelnd anzufrotzeln. So lernt man die beiden nach und nach besser kennen und versteht sie auch als Charaktere. Allerdings haben beide Schauspieler hier auch nicht allzu viel zu tun, sie müssen eigentlich nur die herkömmlichen Vorgaben eines Films dieser Machart erfüllen.

Eher ist es die Inszenierung, die Kassovitz vor allem in den Action- und Spannungssequenzen sehr gut gelingt. Er versteht es, realistisch die Atmosphäre der Eliteschule, des dahinterliegenden Panoramas und des Bergdorfs einzufangen und einzusetzen. Die Kälte bei gleißendem Sonnenschein, der knirschende Schnee an den Straßenrändern, die winterliche Szenerie der Alpen – all das passt gut zur Kälte der Hintergrundstory. Noch mehr aber überzeugt die Mise en Scene, die extrem liebevoll ausgestaltet und sehr detailreich dekoriert wurde. Was natürlich zum realistischen Look des Films beiträgt. Darüber hinaus haben es die Set-Designer und Make-Up-Spezialisten aber auch verstanden, jene Momente großartig auszustaffieren, in denen wir Zeuge grausiger Tötungen werden, bzw. der Folgen derselbigen. Das Zusammenspiel von Set-Design und Kamera erzeugt fantastische Effekte.

Das beginnt mit der Leiche, die die Kamera, während der Vorspann läuft, extrem genau untersucht. Sie fährt die Muskelstränge in Nahaufnahme entlang, bleibt an den Wunden hängen und betrachtet die sich darin windenden Maden; sucht sich ihren Weg durch Haare und Falten; verharrt immer wieder an markanten Stellen dieses geschundenen Leibes und präsentiert dem Betrachter dennoch ein fast lustvolles, ästhetisch betörendes Bild dieser Körperlandschaft. Die wiederum korrespondiert mit den erhabenen und in ihrer Schönheit gelegentlich überwältigenden Aufnahmen der Berge und Panoramen, die der Film immer wieder bietet. Aber auch mit den Aufnahmen der fast organisch wirkenden Gletscherablagerungen, die wir sehen, wenn Niémans mit Ferreira in eine Eishöhle hinabsteigt, wo er schließlich eine weitere Leiche findet. Für die Kamera war Thierry Arbogast verantwortlich, dem da wirklich Fantastisches gelungen ist.

LES RIVIÈRES POURPRES wurde seinerzeit ein enormer Erfolg an den Kinokassen, ein Triumph für die Macher und ein nachhaltiges Beispiel dafür, das neben Großbritannien in Europa eigentlich nur Frankreich noch in der Lage ist, international mit Genre-Produktionen zu überzeugen, wenn man einmal von Klamotten und Slapstickfilmen absieht. Sicher, die Macher des Films schauen sich einiges bei amerikanischen Produktionen ab, dennoch bleibt LES RIVIÈRES POURPRES ganz einer europäischen Tradition treu, die es immer verstand, auch den Eigenheiten und der Folklore dieses Kontinents ganz eigene Geschichten, Stoffe und Szenerien abzugewinnen.

Es gab einen Nachfolger für das Kino, schließlich wurde ab 2018 eine gleichnamige Fernsehserie produziert, die nicht nur in Frankreich erfolgreich lief.

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