MANSFIELD PARK

Jane Austens vielleicht unterschätzter, vielleicht aber auch ein wenig langweiliger dritter (veröffentlichter) Roman

Liest man sich ein wenig durch die Sekundärliteratur zu Jane Austens MANSFIELD PARK (1814 erschienen; hier in der Übersetzung von Ursula und Christian Grawe, Ausgabe von 2025), fällt auf, wie selten das Werk aus sich selbst heraus rezipiert wird, wie häufig hingegen in Relation zu den vermeintlich berühmteren und vermeintlich besseren Romanen SENSE AND SENSIBILITY (1811), PRIDE AND PREJUDICE (1813) und EMMA (1815). Gehörten erstere zur Frühphase der englischen Autorin, war EMMA der direkte Nachfolger von MANSFIELD PARK.

Fanny Price, die so ausgesprochen zurückhaltende, bescheidene Hauptfigur in MANSFIELD PARK, erschien dem Publikum immer als zu sauber, moralisch zu einwandfrei und somit schlicht langweilig. Das unterscheidet sie tatsächlich von den wesentlichen weiblichen Figuren der anderen Romane, die allesamt wesentliche Entwicklungen in ihren Charaktern durchlaufen und in ihrer manchmal etwas naiven Jugendlichkeit unterhaltsamer für das Publikum waren, als es Fanny Price tatsächlich ist. Die wird von ihrer Autorin von Beginn an als moralisch und in ihren Haltungen gefestigt beschrieben und bleibt sich im Laufe des Romans dann auch immer treu. Das lässt sie tatsächlich ein wenig langweilig erscheinen, lässt hingegen die Figuren, die um sie herum angeordnet sind, umso klarer hervortreten und verdeutlicht ihre charakterlichen Schwächen. Und derer sind viele.

MANSFIELD PARK erzählt die Geschichte eben jener Fanny Price, die die Tochter des ärmsten Zweigs der Familie ist. Ihre Tante Maria heiratet den vermögenden Sir Thomas Bertram und wird damit Herrin auf Mansfield Park in Northamptonshire, ihre Tante Miss Ward wiederum ehelicht den Pastor Mr. Norris, ein Freund des Barons, wodurch sie immerhin in geordnete Verhältnisse einheiratet und in der Nähe der Schwester bleibt, während Fannys Mutter Frances lediglich den Marineleutnant Price heiratet, was für sie und ihre Familie zwar nicht Armut, jedoch bescheidene Verhältnisse bedeutet. Die Einkünfte und das zur Verfügung stehende Vermögen dieser unterschiedlichen sozialen Schichten, die die drei Schwestern abbilden, spielt – wie immer bei Austen – eine enorme Rolle und wird gleich auf den ersten zwei Seiten des Romans verhandelt. Es ist aber auch die Voraussetzung für das Schicksal Fannys, da Mrs. Norris der Meinung ist, es stünde ihr und ihrer wohlhabenden Schwester gut zu Gesicht, ein anständiges Werk zu vollbringen und sie darob beschließen, eine der Töchter ihrer ärmlichen Schwester zu sich zu nehmen und ihr Erziehung, Schliff und damit die Chance eines gesellschaftlichen Aufstiegs angedeihen zu lassen.

Fanny zieht also im Alter von zehn Jahren auf das Anwesen der ihr völlig unbekannten Verwandten. Hier wächst sie in Gesellschaft ihrer Tante, Mrs. Bertram, und deren vier Kinder – Tom und Edmund, Maria und Julia – und mehr oder weniger unter der Obhut ihrer Tante Mrs. Norris auf, die sich im Laufe des Romans als wahre Fundgrube menschlicher Bösartigkeit erweisen wird. Zumindest in dem Rahmen, in dem Jane Austen ihren Figuren so etwas wie Bösartigkeit zugesteht. Hier hat man es mit einer ihre Nichte ununterbrochen zurechtweisenden Dame zu tun, die sich, nachdem ihr Gatte verstorben ist, über „dessen Verlust sie sich mit der Erkenntnis hinwegtröstet, es auch gut ohne ihn auszuhalten“, als eine Art Gouvernante auf Mansfield Park versteht, dabei allerdings gern Anweisungen gibt, ohne selbst Verantwortung zu übernehmen. Ihr könnte man literarisch schon den Rang einer jener karikaturesk überzeichneten Figuren attestieren, wie Charles Dickens sie dann mit so viel Verve entwarf und zum Leben erweckte. Mrs. Norris übernimmt im Roman die Funktion, mit ihren oft etwas überzeichneten Ideen die Handlung voranzubringen (so hält sie sich u.a. nicht nur für die Anstifterin einer Ehe, die sich dann allerdings als unglücklich erweist, sondern kann dies tatsächlich für sich in Anspruch nehmen) und zugleich zu kommentieren, wenn auch auf eher despektierliche Art und Weise. Dass sie gegen Fanny, die nach Mansfield Park einzuladen ja ihre Idee gewesen ist, eine besondere Abneigung empfindet, weist auf ihren dünkelhaften und von Neid zerfressenen Charakter hin. Interessanterweise lässt Austen aber allen drei Schwestern – Mrs. Bertram, Mrs. Norris und Mrs. Price – in ihren jeweiligen sozialen Umgebungen keine sonderlich wohl gesonnenen Beschreibungen angedeihen. Sie sind alle oberflächlich, egozentrisch und an ihrer Umwelt desinteressiert, bzw., in Mrs. Norris Fall, lediglich an den Versäumnissen und anderen zu kritisierenden Eigenschaften ihrer Umwelt und Mitmenschen interessiert.

Austen entwirft ein Ensemble von Figuren, das es ihr generell erlaubt, ganz unterschiedliche Charakteristika und Verhaltensweisen aufzuzeigen und zu verhandeln. Edmund – den Fanny insgeheim liebt und der selbst Miss Crawford, Tochter der mit den Bertrams befreundeten Familie Grant, zu lieben glaubt – will einst Pastor werden und ist mit dieser Aussicht der emphatische und zugleich vernünftige Sohn des Familienoberhaupts Sir Thomas Bertram. Dieser ist ein strenger aber gerechter Patriarch, dessen Gattin als eine Frau bar aller Lebensenergie gezeichnet wird, die sich angelegentlich bei ihrem Gatten erkundigt, wie ihr etwas gefällt und welche Denkbewegungen sie unternehmen solle, um zu welchen Entschlüssen zu kommen. Der Erstgeborene Tom, Edmunds älterer Bruder, ist ein Hallodri, der die Erwartungen des Vaters kaum zu erfüllen versteht, die jüngeren Schwestern sind zwei etwas verwöhnte Landpomeranzen. Um diesen Familienkreis gruppieren sich die bereits erwähnten Grants, wobei Miss Crawfords Bruder Henry, der Tom als Hallodri noch um einige Grade in den Schatten zu stellen versteht, eine entscheidende Rolle im Roman einnimmt. Er spielt gern mit den Gefühlen der Damen, macht erst Julia Bertram den Hof, dann Maria, später entschließt er sich, Fanny zu lieben und ihr einen Heiratsantrag zu stellen, was ihn aber schließlich nicht davon abhält, einen gesellschaftlichen Skandal hervorzurufen, als er mit Maria Bertram, mittlerweile Mrs. Rushworth, das Weite sucht.

Wie bei Austen üblich, sind es diese gesellschaftlichen Verwerfungen, die kleinen Skandale und Eklats, die die Handlung ausmachen. Es geschieht vergleichsweise wenig, dafür wird Vieles diskutiert. Stärker als in früheren Werken greift Austen dabei gesellschaftspolitische und kulturelle Themen auf. So lässt sie Miss Crawford und Edmund mehrfach das Für und Wider des Pastorenberufs diskutieren, aber auch die Differenz zwischen dem abgelegenen und ruhigen Landleben im Vergleich zum aufregenden und gesellschaftlich nervösen Leben in London.

Im ersten Teil – ursprünglich war der Roman auf drei Teile angelegt – wird den Leser*innen der Reigen der jugendlichen Gesellschaft auf Mansfield Park nähergebracht, wo man sich gemeinsam den Sommer versüßt, während Sir Bertram auf Antigua weilt, um dort geschäftliche Dinge zu regeln – was in diesem Falle unter anderem bedeutet, sich aus dem Sklavenhandel zurückzuziehen. Auch dies ein für Jane Austen ungewöhnlich direkter Bezug zu politischen, in diesem Falle sogar hoch aktuellen politischen Fragen, da Großbritannien erst im Jahr 1807 den transatlantischen Sklavenhandel offiziell verboten hatte. In einer Szene beim Abendtisch spricht Fanny das Thema unumwunden an und löst damit pikiertes Schweigen bei allen Anwesenden aus. Während der Abwesenheit des Hausherrn und unter dem Einfluss eines gewissen Mr. Yates, den Tom von seinen wilden Londoner Tagen mitbringt, übt sich die Gruppe in einem Theaterstück, das sie auf Mansfield Park auch zur Aufführung bringen möchten.

Es ist für heutige Leser*innen schwer nachzuvollziehen, dass das Einüben und die Aufführung eines Theaterstücks im Hause Bertram einen innerfamiliären Konflikt auslösen, als Sir Bertram kurz vor Beendigung der Proben, nach Monaten der Abwesenheit, unangekündigt auf Mansfield Park eintrifft. Es ist im Grunde nur damit zu erklären, dass das Theaterspiel an sich als unseriös galt, Schauspielern das Odeur des fahrenden Volkes anhing. Es galt als eine Zerstreuung ohne sittlichen Mehrwert, deren man sich erfreuen mag, nicht aber hingeben durfte. Da aber sowohl Mrs. Bertram als auch Mrs. Norris die Unternehmungen der jungen Leute nicht nur billigen, sondern in Mrs. Norris´ Fall sogar aktiv unterstützen (Mrs. Bertrams aktive Unterstützung kann schon deshalb nicht stattfinden, da diese Dame im Grunde nie etwas Aktives tut), erst mit Sir Bertrams Auftauchen der Skandal ausgelöst wird, leuchtet die Krise, die das Theaterspielen an sich nach sich zieht, nur schwer ein. Doch schon die Verteilung der Rollen und die unterschiedliche Betrachtung des Stücks wie auch der Art der Aufführung, verdeutlichen, dass die Proben für einige der Beteiligten mehr bedeuten, als eine reine Lustbarkeit.

Möglicherweise liegt die Art der Erregung also eher an dem Stück, das zur Aufführung kommen soll. Dabei handelt es sich – interessanterweise – um August von Kotzebues DAS KIND DER LIEBE (1790/91), bzw. eine englischsprachige Adaption. Das Stück an sich weist ein gewisses Potential gesellschaftskritischer Haltung auf, interessanter ist allerdings, wer auf Mansfield Park wen spielt, da sich darin die der Handlung des Romans zugrundeliegenden Konfliktlinien in den Beziehungen der Protagonisten zu- und untereinander nachzeichnen lassen. Die Literaturwissenschaft fand darüber hinaus die Tatsache bemerkenswert, dass allein der Rückgriff auf dieses Werk etwas über die Rezeptionsgeschichte des deutschen Dramatikers aussagt, der in seiner Zeit einer der meistgespielten deutschen Autoren war.

Im zweiten Abschnitt ist es ein Ball, der auf Mansfield Park gegeben wird, der den Mittelpunkt der Handlung darstellt und um den herum Fannys sich verändernde Stellung im Hause Bertram verdeutlicht wird. Denn der zurückgekehrte Sir Bertram findet immer mehr Gefallen an der jungen Frau und beginnt, sie zu bevorzugen. Da die Schwestern Maria und Julia allerdings bald gen London entschwinden, spielt diese Bevorzugung keine wesentliche Rolle. Wie das Theaterstück im ersten Abschnitt, bleibt auch der Reigen rund um das Ereignis des Balls, der für Fanny eine Art Initiation in die Gesellschaft darstellt, eher überschaubar, es passiert nichts wirklich Dramatisches, so dass Austen eine Menge Raum bleibt für ihre kleinen und großen Beobachtungen menschlicher Schwächen, aber auch gesellschaftlicher Zusammenhänge.

Im ersten Abschnitt des Romans gibt es eine lange und sehr zentrale Sequenz, in der die Gesellschaft sich auf das Anwesen von Mr. Rushworth begibt, der an seinem Garten, besser: Park, allerlei Verbesserungen vornehmen lassen will und dem sich Henry Crawford als Landschaftsarchitekt anbiedert. Wie das Theaterstück und die späteren Vorgänge rund um den Ball, wird auch anhand des ausgedehnten Spaziergangs, den die Gesellschaft durch die Gärten des Anwesens unternimmt und der wechselnden Paarungen verdeutlicht, was sich in dieser Gruppierung tut, wer wen bevorzugt und wer – vor allem Mr. Rushworth selbst – eher vernachlässigt wird. Dass Fanny die ganze Zeit auf einer Bank an zentraler Stelle des Parks sitzt und die unterschiedlichen Paarungen vorbeidefilieren sieht, symbolisiert ihre Stellung im Roman. Sie stellt einen in sich ruhenden Mittelpunkt dar, um den alles kreist. Und auch, wenn die Figuren – einschließlich Fannys – dies nicht merken, Jane Austen verdeutlicht in dieser Sequenz, die mehrere Kapitel umfasst, dass sie sehr wohl um die Rolle weiß, die ihre Hauptprotagonistin in diesem Werk einnimmt.

Austen gelingt es also – wie in allen ihren Romanen – sehr genau und anhand sehr detailreicher Beobachtungen, die oft nur in der Beschreibung einer Geste, manchmal vor allem im Auslassen einer Geste, eines Blicks, einer Antwort auf eine nur indirekt gestellte Frage besteht, in ihrer zutiefst ironischen Art, ihrem oftmals wirklich komischen Stil, die Eigenarten der britischen, besser: englischen Mittelschicht zu Beginn des 19. Jahrhunderts unter dem Einfluss der Spätaufklärung zu beschreiben. Gerade dieser Spaziergang durch den Park ist ein an Komik nur schwer zu überbietender literarischer Geniestreich.

Umso dramatischer dann die Vorgänge im dritten Teil des Romans, wenn Fanny, die sich standhaft weigert, Mr. Crawfords Avancen und seinem daraus resultierenden Heiratsantrag nachzugeben, bzw. zuzustimmen, zurück zu ihrer Familie nach Portsmouth geschickt wird. Sir Bertram erhofft sich davon Einsicht bei seiner Nichte, die begreifen soll, welches Leben ihr an der Seite Mr. Crawfords geboten wird, welchem Elend sie hingegen entgehen konnte, weil man sie einst nach Mansfield Park geholt hat. Und tatsächlich beschreibt Austen hier die Trostlosigkeit eines lieblosen Heims, in dem alle – sowohl Fannys Eltern als auch ihre Brüder und Schwestern (bis auf die junge Susan, die Fanny nachkommt und die schließlich ihrerseits nach Mansfield Park eingeladen wird) ausschließlich mit sich selbst beschäftigt sind. Die nun tatsächlich tiefgreifend in das Familienleben hineinwirkenden Skandale – Mr. Crawfords Liebelei mit Mrs. Rushworth inklusive anschließender Flucht; desgleichen Julias Bertrams Durchbrennen mit Mr. Yates; der Bruch zwischen Edmund und Miss Crawford, der sich durch den ganzen Roman angedeutet hatte, wusste sie seinen Wunsch, Pastor zu werden, doch ausschließlich spöttisch zu kommentieren; die Unbilden, die die Familie in Mansfield Park erleidet – erlebt Fanny nur indirekt, durch Briefe sowohl ihrer Tante Mrs. Bertram, die ihre junge Gesellschafterin furchtbar vermisst, als auch durch Miss Crawfords und Edmunds Korrespondenz.

Es ist dieser letzte Teil, der den Roman irgendwann etwas langatmig wirken lässt, denn es ist deutlich spürbar, wie die Autorin die Dinge in eine, ihr genehme Weise lenken will. Dass Henry Crawford, obwohl Fanny und mit ihr die Leser*innen kurz schon dachte(n), sein Charakter ändere sich, mit Mrs. Rushworth durchbrennt, eröffnet der Autorin die Möglichkeit, Fannys Weigerung den Mann, den alle andern ihr zugedenken, zu erhören und zu heiraten ohne Probleme zu beglaubigen. Und es öffnet den Weg für den schlussendlichen Antrag, den Edmund Fanny stellt, nachdem er anhand ihrer Weigerung angemessen auf den Skandal zu reagieren seine Bindung an Miss Crawford endgültig gelöst hat. Dass dieses Paar nicht funktionieren wird, wurde anhand der im Roman immer wieder geführten Diskussionen über den Beruf des Pastors – eine Berufung, die in Miss Crawfords Augen vor allem von Faulheit und Bequemlichkeit zeugt; für Jane Austen eine ungeheure Haltung, war sie schließlich doch Tochter eines Pastors – mehrfach deutlich. Ebenso wurde den Leser*innen schon lange vor Sir Bertram oder auch Edmund, der lange auf Fanny einredet, Mr. Crawfords Flehen zu erhören, klar, dass die junge Frau recht daran tut, sich zu weigern, in eine Heirat einzuwilligen, die ihr vielleicht ein gewisses (standesgemäßes) Auskommen, sicherlich aber kein glückliches Leben sicherte.

Es löst sich also alles in Wohlgefallen auf, doch muss man konstatieren, dass tatsächlich der Unterhaltungswert niedriger liegt als bei den vermeintlich berühmteren Romanen, die eingangs genannt wurden. Das Personal in MANSFIELD PARK ist durchgängig weniger charmant, weniger liebenswert, als dies in SENSE AND SENSIBILITY oder PRIDE AND PREJUDICE der Fall ist. Und Emma Woodhouse, die Hauptfigur im direkten Nachfolger, ist literarisch tatsächlich interessanter als Fanny Price. MANSFIELD PARK wirkt bis zu einem gewissen Grad wie die moralische Selbstversicherung einer Autorin auf der Höhe ihres Schaffens. Als müsse Austen sich, bevor sie die letzten Höhen ihrer Kreativität erklimmt, ihres Handwerkzeugs versichern und den eigenen moralischen Grund austesten. Fanny Price ist eine standhafte junge Frau, die sehr genau weiß, worauf es ihr ankommt. Sie ist zurückhaltend, freundlich, in ihrem Wesen immer zuvorkommend, immer darum bemüht, es ihrer Umwelt recht zu machen – und genau aus diesen Gründen allen anderen moralisch haushoch überlegen. Allein, dass sie sich dieser Überlegenheit nie bewusst wird, vielmehr in sich nach den Gründen für das Verhalten anderer sucht und sich selbst und das eigene Handeln in Frage stellt, macht sie liebenswert und lässt sie niemals überheblich erscheinen. Nur ist sie eben auch keine sonderlich interessante Figur. Da muss man der allgemeinen literaturwissenschaftlichen Betrachtung leider recht geben.

So wird MANSFIELD PARK bei allem Witz, aller Komik und aller genauen Beobachtung auf die Dauer ein doch eher anstrengendes Lektüreunterfangen, da wenig passiert und sich die Figuren kaum entwickeln und den Leser*innen somit ein Panoptikum vorgeführt wird, dessen Abenteuer doch überschaubar unterhaltsam bleiben.

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